Vom Lande
Religion - Die Bruderschaft
Staatsreligion in Wenzingen ist die Bruderschaft des Zei, welche den Glauben an den Gott der Wahrheit verbreitet. Die Bruderschaft hat zwei große Orden: Den Orden des heiligen Roger, welcher die kriegerische Seite des Glaubens ausdrückt und den Orden des heiligen Roman, welcher die sanftmütige und forschende Seite des Glaubens darstellt. Kirchenoberhaupt ist der Pontifex Maximus, welcher einem Rat aus 6 Rogerordinisten und 6 Romanordinisten vorsteht. Die Wenzinger wissen, dass es mehr als nur einen Gott gibt, doch der Gott Wenzingens, Zei, Herr von Wahrheit und Licht ist eben der Gott der Wenzinger. Andere Religionen sind nur vereinzelt zu finden, werden aber geduldet. Elfen und Zwerge haben im Lande ihre eigenen Gottheiten. Das Symbol für den Zeiglauben ist das "Zeieck".
Recht und Gesetz
Die Rechtsprechung in Wenzingen liegt in den Händen der jeweiligen Landesherren, oberster Richter ist Seyne Majestät, der König. Die Büttel sorgen in der Regel für Recht und Gesetz. Im Zweyfel befrage der Reysende den örtlichen Büttel, Richter oder Ritter.
Handel, Steuern und Zölle
In Wenzingen wird mit der mittelländischen Münze gezahlt. Neben den normalen Gold-, Silber- und Kupferstücken gibt es in Wenzingen aber noch eine alte eigene Geldeinheit. Der Ropfer, ein kleines Silberstück, entspricht dem Handelswert von zwei mittelländischen Kupfern. Der Otschen besteht ebenfalls aus Silber und hat den Wert von fünf bis sieben Kupfer. Beides sind alte Münzen, welche es in Wenzingen seit Jahrhunderten gibt. Will jemand etwas für zwei Kupfer kaufen, kann es gut sein, dass der Händler dann "n Ropfer" verlangt, auch wenn er zwei Kupfer natürlich annimmt und meistens auch meint. Der zehnte Teil jedes Handels und Ertrages gebührt Seyner Majestät, dem König.
Der gemeyne Wenzinger
In Wenzingen gibt es vornehmlich Menschen. In den entlegenen Gebieten Murmingens sowie in Vinkenbergen und in der Waldfreiheit Elbenhain leben auch Waldelfen. Hochelfen und Lichtelfen sind in Wenzingen weniger bekannt, und leben nicht auf wenzinger Reichsgebiet. Zwerge findet man in der schroffen Bergfreiheit Eisenstein, auch wenn ihre Zahl deutlich geringer ausfallen dürfte als die der Elben im Land. Die meisten Wenzinger sind einfache Leute, Bauern, Unfreie. Bürgerstatus haben in der Regel die Städter. Der Wenzinger an sind ist im Allgemeinen sehr aufgeschlossenen und gastfreundlich, sagt in der Regel die Wahrheit, bekommt er dies doch schon von klein auf anerzogen. Eine Lüge lastet auf einem Wenzinger - zeigläubig oder nicht - schlimmer als auf anderen Leuten. Ein Wenzinger würde nie eine Flagge oder ein Banner auf Halbmast setzen. Die einfache Bevölkerung spricht, je nach Gegend, einen ausgeprägten Dialekt.
Kurze Geschichte Wenzingens
Die Länder um den Damensee herum waren einst ein Gewirr von winzigen Fürstentümern und Kleinherzogtümern. Vor gut 220 Jahren entbrannte ein Konflikt zwischen Falkmar von Bergen und Henry du Busack. Dieser spitzte sich zu und endete im großen Damenseeschen Krieg (995 bis 1001). Im Krieg gelang es dem Fürsten zu Kahlendingen, Falkmar von Bergen, Allianzen zu schmieden, die im Jahre 1000, so sagt man, zum Frieden führten. Falkmar von Bergen war nach diesem Krieg der Initiator zur Gründung des neuen Reiches, welches dann im Jahre 1000-1001 unter dem neuen König, Falkmars Sohn Bertram-Hagatheo von Bergen gegründet wurde. In Wenzingen gibt es derzeit zwei angewandte Zeitrechnungen. Die erste (und bei weitem ältere) ist die Zeitrechnungen um den Zei-Glauben. Wir befinden uns derzeit (1224 n.M.Z.) im Jahre 1023 nach dem Tode Rogers. Das Jahr ist in zwölf Teile aufgespalten, die die Namen der Söhne des Roger tragen: Caraneb (Januar), Vinheik (Februar), Blabor (März), Ebwetin (April), Thilwag (Mai), Thorbis (Juni), Gerodo (Juli), Simiss (August), Gorsion (September), Kuron (Oktober), Etfin (November), Karfried (Dezember). Die, seit der Einführung der Mittelländischen Münze, häufiger benutzte Zeitrechnung ist jedoch die Mittelländische Zeitrechnung, sie ist zur alten Wenzinger Zeitrechnung um 201 Jahre verschoben.
Von der Magie
Es gibt verschiedene Akademien im Lande, auch wenn die wenzinger Magierschaft nicht wirklich gerühmt ist. Zu viele der einfachen Leute stehen Magie skeptisch gegenüber, sieht und hört man doch, was da in anderen Ländern so passiert. Alles in allem scheinen die Anderen einfach besser zaubern zu können als die Wenzinger. Es ist bezeichnend, dass zwei der vier wenzinger Akademien von Nichtwenzingern geführt werden. Sollte der geneigte Leser das Opfer von magischen Handlungen werden, sollte er umgehend die Büttel aufsuchen.