Handelsroute 1
Wälder von Westend
Allerland

Brief von Richard von Talanville an Zeifried-Yerodin von SSL
An seine Gnädige Eminenz,
Reichsgroßinquisitor,
Priester im Orden des heiligen Roman,
Zeifried-Yerodin von Schirmeck-Streitberg-Lohrerwiesen

Euer Gnädige Eminenz, verehrtester Neffe,

bitte erlaubt mir dies Schreiben direkt an Eure gnädige Eminenz zu richten, da es uns leider nicht vergönnt ist, über den Aufenthaltsort unserer Tochter informiert zu sein. Wir möchten Euch informieren, dass wir gedenken, binnen zwei Wochen für geraume Zeit an die Aschbachklamm zu reisen, und dort der Immen wegen zu verweilen gedenken. Die Aschbachklamm ist Wenzingens großartigstes, ja faszinierendstes Spectaculum an Flora und Fauna jenseits der Wasserscheide und des Wolkensteins, eine Landschaft ohne gleichen, ein grünes Stück aus Pegarons Garten, so mag es mir scheinen, wenn der geneigte Naturliebhaber durch die Auen und Sümpfe wandelt. Uns ist bewusst, als dass die Orken nahe sind, und diese einmaligen Brutgebiete verschiedener Lepidopterenarten, der Kuckucksbienen und der Riesenholzwespen jäh bedrohen. Gerade darum möchten wir darum bitten, und wir bezeugen diese Göttlichkeit mit unseren Augen und Ohren, als dass die Aschbachklamm zu einem Orte ernannt werde, der, Pegarons Garten gleich, zu schützen sei. Einem Orte, der eben nicht zur Brenn- und Schanzholzgewinnung genutzt werden dürfe. Wir sind willens und gern bereit, entsprechendes Gehölt aus anderen Wäldern herankarren zu lassen, und dies von unseren Mitteln zu bezuschussen. Wir bitten Euch, gnädige Eminenz, Euer wahres Wort einzusetzen, um diesen Teil unseres Reiches, der wahrlich Pegarons Garten entsprungen sein muss, zu schützen.

So verbleiben wir in Demuth,

Richard von Talanville



Die Bitte eines Vaters / Wenzinger Geschichten

SitemapKontaktImpressum