Königreich Wenzingen

Mark Zwolle

Das Banner der Mark Zwolle

Residenzstadt

Romanspoort

Landesherr

Etfin-Yerodin von Westerfurth-Speysingen – Königlich Wenzinger Landvogt (Kahlendinger)

Der Herr van Zwartewater, Herzogliche Drost zu Zwolle – Aus dem „Huis van Zwartewater“, einem der vier alteingesessenen Zwoller Häuser, dem Herzog von Laurenz treu ergeben.

Die Erbvrouwe van Nederburchel, Medevrouwe van Zwolle - Erbherrin von Nederburchel und Mitherrin von Zwolle, als letztes Haus der Samtherrschaft, das seine Rechte nicht an Laurenz abgetreten hat.

Herzog Viktor erwarb die Rechte im Namen der Krone, ließ sich aber für Laurenz weitreichende Sonderrechte zusichern. Dadurch entsteht folgende Situation:

Landschaft

Landschaftlich ist die Mark geprägt von flachem Küstenland, Deichen, Marschen, Grachten und fruchtbaren Feldern.

Die Lage der Mark Zwolle in den Mittellanden

Handel

Zwolle ist eines der wenigen unmittelbaren Tore Wenzingens zum Meer. Fischerei, Seefahrt und Handel bestimmen das Leben weit stärker als im Wenzinger Kernland.

Akademien und Organisationen

Randolf Romanspoort ist die bekannteste Jugger-Mannschaft aus Zwolle.

Die Zunft der Bader und Heiler zu Zwolle verfügt über eine detaillierte Zunftordnung.

Zei-Glaube

Seit langem ist der kleine Landstrich zeigläubig, wie er strikt von sich selbst behauptet, mit einer ungewöhnlichen Fokussierung auf den Heiligen Roman, der in landestypischer Mundart gerne auch mal mit doppel-a geschrieben und gesprochen wird.

Romansgang: Einmal jährlich erinnert Zwolle an die Überquerung des Celon-Dûr. In Romanspoort zieht eine Prozession vom Roman-Tempel zum Wasser. Vorne wird der hölzerne Stab des Heiligen – oder natürlich eine behauptete Reliquie davon – getragen. - Dann wird Vers 11 aus dem Buch Roman verlesen. Anschließend segnen die Priester Wasser und Schiffe. Dabei gehen die Menschen dabei sogar barfuß ein Stück durch seichtes Wasser. Und danach wird gefeiert. Die offizielle kirchliche Bedeutung lautet: Vertrauen auf Zei angesichts einer scheinbar unüberwindlichen Prüfung. Die Bedeutung für einen durchschnittlichen Zwoller: Beginn der sicheren Schifffahrtssaison. - Beides widerspricht sich nicht.

Etfinsgang („De Lichten van Etfin“): Einmal jährlich, am 21. Etfin, begeht Zwolle den Etfinsgang. Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen die Menschen mit Laternen und Lichtern durch den Ort. Die Prozession beginnt am Heiligtum des Heiligen Roman, führt zu einem Ort, der dem Heiligen Roger gewidmet ist, und endet schließlich am Wasser. Dort wird der Reisenden, Schiffer und all jener gedacht, die fern der Heimat sind. Auch Fremde sind ausdrücklich eingeladen, sich dem Lichterzug anzuschließen. Anschließend kommt man bei Speis und Trank zusammen. Die offizielle kirchliche Bedeutung lautet: Zeis Licht weist auch in der tiefsten Dunkelheit den Weg, und wer auf ihn vertraut, findet heim. Die Bedeutung für einen durchschnittlichen Zwoller: Ein schönes Lichterfest in der dunklen Jahreszeit, bei dem man zusammenkommt, einander Wärme spendet und anschließend ordentlich feiert. – Beides widerspricht sich nicht.

Städte

Romanspoort ist die politische und geistliche Hauptstadt der Mark. Hier befinden sich die Verwaltung und bedeutende Einrichtungen der Zei-Kirche. Die Stadt trägt ihren Namen zu Ehren des heiligen Roman, des weisen Gefährten des heiligen Roger. Roman besitzt in Zwolle eine besondere Bedeutung. Die Zwoller erinnern vor allem an seine Überquerung des reißenden Celon-Dûr, bei der er einen Verwundeten auf seinen Schultern durch das Wasser trug und Zei ihm einen sicheren Weg durch die Fluten eröffnete. Für die Küstenbewohner wurde Roman deshalb zum besonderen Vorbild der Reisenden, Seeleute und sicheren Heimkehr. Sein Wanderstab und das Wasser gehören entsprechend zu den wichtigsten örtlichen Symbolen. Ein typischer Segenswunsch für Reisende und Seeleute könnte lauten: „Zei mit dir – Roman bringe dich heim.“

Zeiwijk aan Zee ist Zwolles Hafenstadt und das eigentliche Tor zur Westsee. Während Romanspoort von Verwaltung, Kirche und altem Bürgertum geprägt ist, findet man hier Werften, Speicherhäuser, Fischmärkte, Seeleute, Händler und Reisende aus fernen Ländern. Die Stadt gilt als rauer, weltoffener und geschäftiger als Romanspoort. Fremde fallen hier deutlich weniger auf als anderswo in Wenzingen. Das passt prima zu Romans Lehre, nach der Fremde nicht bedrängt, sondern aufgenommen und am eigenen Tisch bewirtet werden sollen. Der Zei-Glaube ist dennoch überall sichtbar. Vor längeren Fahrten werden Schiffe gesegnet, und Roman genießt unter den Seeleuten eine besonders volkstümliche Verehrung.

Das Banner der Mark Zwolle 2

Besonderheiten

Die Bevölkerung spricht im Kern Wenzingarisch, verwendet jedoch zahlreiche eigentümliche zwollische Wörter und Redewendungen, die küstennah anmuten und sprechen einige Buchstaben im Alltag ein wenig anders aus, so wird ein „g“ gerne mal zu einem harten „ch“. Auch Architektur, Kleidung und Alltagskultur unterscheiden sich deutlich vom Kernland: Backsteinbauten, Deiche, Kanäle, Mühlen, Schifffahrt, Reetgedeckte Dorfhäuser und eine selbstbewusste städtische Bürgerschaft prägen das Bild.

Zwolle versteht sich ausdrücklich als wenzingisch, besitzt aber nach langer eigenständiger Geschichte ein ausgeprägtes regionales Selbstverständnis. Zei-Glaube und Zugehörigkeit zur Krone verbinden die Mark mit dem „Mutterland“; Sprache, Seefahrt, Handel und Küstenkultur unterscheiden sie davon.

Die alte Rivalität zwischen Laurenz und Damensee spielt dabei ebenfalls eine Rolle: Viktor von Laurenz wollte nicht hinnehmen, dass ausgerechnet das von Damensee beherrschte Tirea Wenzingens einzige echte Seekolonie bleiben sollte. Zwolle ist deshalb bis heute nicht nur ein Außenposten der Krone, sondern auch ein Stück Laurenzer Prestige an der Westsee. (In Damensee: „Herzog Viktors teures Fischerdorf.“) – Bereits vor Jahren hat Herzog Viktor in Romanspoort die im Ausland günstig erworbene „Stolz von Laurenz“ umbauen lassen.

Ein passender inoffizieller Leitsatz für die Region ist tatsächlich: „Wir sind Wenzinger. Wir sind nur keine Binnenländer.“

Heraldik

Das Wappen der Mark Zwolle trägt den blauen Laurenburger Wappenschild, darauf in gold das Zeieck, unter dem Zeieck drei silberne Wellen für die Westsee. Die Zahl drei steht hierbei zusätzlich nochmal für Roger, Roman und Zei, oder nach anderer Lesart für die drei ehemaligen Bürgeler Häuser „van Nederburchel“, „van de Kinzigau“ und „van Geerfried“.

Das historische Wappen der Samtherrschaft Zwolle zeigt im oberen Bereich drei schwarze Zei-Dreiecke auf orangenem Grund, darunter sieben schwarze Türme auf silbernem Schild, die die sieben Häuser der Samtherrschaft zeigen.

Geschichte

Zwolle gelangte auf ungewöhnlich friedlichem Wege unter Wenzinger Herrschaft: Herzog Viktor von Laurenz erließ mehreren der teils bei ihm hoch verschuldeten, natürlich Zei-gläubigen Herrscherhäusern der Samtherrschaft Zwolle ihre Verbindlichkeiten. Im Gegenzug gingen die wesentlichen Herrschaftsrechte an die Wenzinger Krone über, wobei Laurenz bis heute erheblichen Einfluss besitzt. Die Herrscherhäuser durften Titel, Besitz und Schloss behalten und ihre Ländereien weiterhin verwalten. So betrachten die Zwoller ihr Land weniger als eroberte Kolonie denn als eigenständige Mark unter der Krone Wenzingens.